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Musikkonzerte im Café Kandinsky
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Große Songs in kleinem Rahmen

Eigene Songs, meistens dezent untermalt mit der Akustik-Gitarre, eine eher schlichte und unprätentiöse Präsentation - das ist das Konzept von "Songs & Whispers". Seit einigen Jahren ist diese Reihe der bewusst leisen Konzerttöne in Norddeutschland etabliert, jetzt machte sie erstmals Station in Worpswede. Und nicht letztmalig: Ab Januar nächsten Jahres soll die Reihe allmonatlich im Café Kandinsky laufen. Bei der Premiere trafen die Wahl-Worpsweder Steve Westaway und Brian Parrish sowie der Belgier Erik van den Broeck aufeinander.

Worpswede. Bislang war Worpswede ein weißer Fleck auf der imaginären Songs & Whispers-Landkarte. Seit knapp drei Jahren tourt
diese Konzertreihe regelmäßig durch Norddeutschland, die Niederlande und Belgien,
ab Januar 2012 soll dabei das Café Kandinsky als regelmäßiger Spielort dazukommen. Quasi zur Generalprobe hat Organisator Heiko Grein das Konzept der Reihe leicht modifiziert. Satt wie üblich zwei unbekannte Bands zu präsentieren, hat er zwei im Künstlerdorf bestens bekannte Künstler eingeladen, um einem dritten den Start zu erleichtern. Die beiden Wahl-Worpsweder Steve Westaway und Brian Parrish eröffnen den Abend mit jeweils rund halbstündigen Solo-Auftritten.

Bei Songs & Whispers geht es in der Regel um reduzierte, akustische Klänge. So treten alle drei Künstler alleine mit ihren Akustik-Gitarren auf und spielen fast ausschließlich eigene Songs. Westaway schlägt dabei einen zeitlichen Bogen von alten bis aktuellen Werken, Parrish spielt fast ausschließlich Unveröffentlichtes.

Der Dritte im Bunde ist der Belgier Erik van den Broeck, der sich The Monotrol Kid nennt. Der Begriff leitet sich von einer LKW-Fahrhilfe ab, mit der man ohne zu schalten vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang wechseln kann. Vielleicht taugt das als Umschreibung für seine Musik, die tatsächlich oft zurück- und dann wieder vorausschaut, wobei seine Zukunftsprognosen nicht unbedingt die positivsten sind.

Der junge Belgier steht eindeutig in der Tradition großer Singer/Songwriter wie Cat Stevens oder - unweigerlich - Bob Dylan, hier und da schimmert ein wenig von der Genialität seines Landmanns Jacques Brel durch. Seine Themen aber sind aktuell, er passt durchaus in die Riege sogenannter Anti-Folk-Musiker wie Adam Green oder Connor Oberst, die tradierte Formen mit neuen Inhalten belegen. Urbaner Folk sozusagen, geschrieben innerhalb der fünf Minuten beim Wiedertreffen einer Ex-Freundin, in denen man vom "Wir hätten zusammenbleiben sollen" bis zum "Jetzt weiß ich wieder, warum ich sie verlassen habe" kommt, wie es der schüchterne Songwriter selbst beschreibt.

Die oft melancholische Tiefe seiner Lieder wird von einem huschigen Understatement konterkariert, die Momente sind traurig, aber sie gehen vorbei. Und die schlichte und unprätentiöse Präsentation nimmt der Angelegenheit eine allzu bedrückende Schwere.

Sound für lange Winterabende

Vor drei Jahren schrieb Erik van den Broeck seine ersten Songs, von denen fünf 2009 auf seiner Debüt-EP erschienen. Pünktlich zur Tour hat er jetzt seinen ersten Longplayer fertig bekommen. Auf "What about the finches" geht es ähnlich reduziert und ruhig zu wie live - ein perfekter Soundtrack für lange, bald kommende Winternächte.

Gleichzeitig ist sein Auftritt zusammen mit denen der beiden Briten ein vielversprechender Auftakt für regelmäßige Gastspiele der Songs & Whispers-Reihe in Worpswede. Er unterstreicht den Reiz des Konzepts, große Songs in kleinem Rahmen zu erleben, dargeboten von Künstlern, auf die man sonst wohl nie gestoßen wäre.

Am 18. Januar 2012 und von da an allmonatlich soll es damit im Kandinsky weitergehen.


Quelle: Wümmezeitung/Weser Kurier
Von Lars Fischer

 

 

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Das erste Konzert fand am
09.11.2011 statt, die Bilder
sehen Sie
hier

 

 

 

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